Häufigkeit: Wie oft kommt eine Fanconi-Anämie vor?

Autor: PD Dr. med. Gesche Tallen, erstellt am: 12.02.2013, Zuletzt geändert: 13.02.2013

Die Fanconi Anämie (FA) ist die häufigste unter den vererbten Formen der Blutarmut, bei der die Bildung aller Blutzellen, das heißt von roten und weißen Blutkörperchen sowie auch von Blutplättchen, gestört ist (aplastische Anämie). Sie wurde zum ersten Mal im Jahre 1927 vom Schweizer Kinderarzt Guido Fanconi im Kinderspital Zürich bei Geschwistern mit Fehlbildungen und gleichzeitig starker Blutarmut beschrieben.

Aplastische Anämien kommen insgesamt selten vor. Gemäß des Internationalen Fanconi-Anämie-Registers (IFAR) an der Rockefeller Universität in New York werden etwa ein bis zwei von 100.000 Kindern mit einer FA geboren. Die Erkrankung kommt in allen ethnischen Gruppen vor. Weltweit leiden circa ein bis fünf von einer Million Menschen an einer FA. Dabei sind die Anzahl und auch Art und Schweregrad von Blutarmut und Fehlbildungen von Patient zu Patient unterschiedlich.